Über Vidal Sassoon

Sehr geehrte Kunden. Anlässlich des 5. Todestags von Vidal Sassoon, hier einmal ein kleiner informativer Bericht über das Lebenswerk dieses bemerkenswerten Menschen, Friseur, Künstler, und Innovationsführers.

Vidal Sassoon – sein Name stand und steht für Trends, Visionen und Innovation. Mitte der Sechziger Jahre revolutionierte der Brite mit seiner Interpretation des Bobs das Friseurhandwerk und schuf eine neue Generation des Hairstylings, die bis heute aktuell ist.

Aus ärmlichen Verhältnissen kommend, eröffnet Vidal Sassoon 1954 seinen ersten Salon in London. Er kreiert für Mary Quant, die provokante Trendikone und Erfinderin des Minirocks mit der er persönlich befreundet ist, ihr Markenzeichen: schlichte, kurze Haarschnitte. Seine geometrischen Bobs und sein asymmetrischer Stil werden genauso zum Synonym für die Sechziger Jahre wie Minirock und Mod Look. 1961 entwickelt Sassoon einen Look für Nancy Kwan, der ihn mit Erscheinen auf dem Titelblatt der Vogue über Nacht berühmt macht. Dieser graphische Haarschnitt orientiert sich in seinem Verlauf sehr stark an Nancy Kwans Gesichtsstrukturen und ist in aller Munde. Dem wachsenden Interesse der Friseure an den innovativen Schnitttechniken des Briten entspricht Sassoon als er 1967 seine erste Akademie eröffnet. Heute gibt es Akademien in London, Los Angeles und Shanghai.

Nach der Umsiedlung in die USA 1968 und dem Haarschnitt von Mia Farrow für „Rosemary’s Baby“ wird Vidal Sassoon weltweit bekannt. Seine avantgardistischen Styles tragen den Gedanken der Einfachheit. „Wash and wear“ wird zum geflügelten Wort.

Seine Schnitte befreien die Frauen vom Zwang des wöchentlichen Friseurbesuchs und von der Unbeweglichkeit gesteckter Frisuren und Haarspraylastigkeit. Die Schnitte selbst richten sich erstmals an den Linien der Gesichtsform aus und berücksichtigen dessen Struktur. „Ich ließ alles weg, was die Aufmerksamkeit vom Gesicht ablenkte, um die Individualität der Kundin zu unterstreichen. Meine Absicht war, ihre Physiognomie zu betonen, ihre Augen oder andere individuelle Merkmale wirken zu lassen. Nach dem Haarewaschen genügt dann ein Kopfschütteln, um die Frisur wieder in Form zu bringen,“ so Vidal Sassoon. Dieses Vorgehen – “form follows function“ – ist angelehnt an die Bauhaus-Bewegung aus den 20er Jahren, die Vidal Sassoon prägte und die in den Sassoon Salons bis heute gegenwärtig ist.

Vidal Sassoon war und ist ein Synonym für sinnliche Frisuren und glänzende Haare mit einer natürlichen Bewegung. Der Name Sassoon steht für Präzision, Natürlichkeit, Einfachheit und ist unbestritten die friseurexklusive Prestigemarke, deren Einfluss weltweit spürbar ist. Haare so natürlich wie möglich belassen und sie als organische, lebendige Substanz zu behandeln – das ist das Credo der Sassoon-Philosophie, die bis heute aktuell ist. Vidal Sassoon: „What we did was create a cut that women could wash, condition, run their fingers through, and it would fall back into place. It was a revolution.“

Ralf Billharz, Vice President Wella Deutschland, Österreich, Schweiz zum Tod von Vidal Sassoon am 9.Mai 2012 im Alter von 84 Jahren: „Die Friseurbranche hat eine inspirierende Persönlichkeit, eine Mode- und Friseur-Legende verloren, einen unermüdlichen Denker, der seine Visionen zur „Berufung Friseur“ in die Welt trug. Vidal Sassoon hat die Friseurwelt mit seiner Kreativität und seinem Glauben an die Bedeutung und Veränderungskraft von Haarfashion geprägt. Er hat Generationen von Friseuren inspiriert und ein Beispiel gesetzt für das Streben nach technischer Exzellenz, Perfektion und Präzision.“

Quelle: Friseur.com

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